Aus gegebenem Anlass teilt die Stadt Neu-Isenburg mit, dass es nicht geplant ist, dass Gelände der Hugenottenhalle an einen „Investor“ zu veräußern. Die Stadtverordnetenversammlung hat lediglich am 7. Februar 2024 dem Magistrat einen Prüftauftrag erteilt, wie über verschiedene Modelle die Finanzierung der Sanierung der Hugenottenhalle abgewickelt werden könnte. Verschiedene Finanzierungsmodelle sollen in den kommenden Monaten geprüft und der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt werden.
Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein stellt klar: „Unser Ziel ist es, alle möglichen Finanzierungsoptionen zu prüfen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen. Der Kulturbereich der Stadt wird weiterhin Betreiber des Gebäudeensembles bleiben und die inhaltliche Gestaltung gewährleisten. Ziel ist es, eine stabile und langfristige Finanzierung zu sichern, die es ermöglicht, den kulturellen und sozialen Mehrwert des neuen Kultur- und Bildungszentrums voll auszuschöpfen. Entgegen anderslautender Gerüchte, wird das Gelände der Hugenottenhalle nicht verkauft. Es gibt auch keinen chinesischen Investor.“
Auch der Realisierungswettbewerb findet so statt, wie er von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde: Mit der Drucksache 19/0277 hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Neu-Isenburg am 29. September 2021 beschlossen, dass auf Grundlage der Bestandsflächen und zuzüglich der festgelegten Flächenbedarfe die Auslobung eines Realisierungswettbewerbs für den Umbau der Hugenottenhalle in ein Kultur- und Bildungszentrum, einen ‚Dritten Ort‘, erfolgen soll. Zu der formulierten Zielsetzung, dem zeitlichen Ablauf, den Kosten sowie die Zusammensetzung des Preisgerichts für den Realisierungswettbewerb wurde die Stadtverordnetenversammlung am 8. November 2023 in Kenntnis gesetzt.
Präsentation der eingereichten Wettbewerbsarbeiten
Die eingereichten Wettbewerbsarbeiten werden vom 28. August bis 1. September 2024, täglich von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr, in der Hugenottenhalle öffentlich ausgestellt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich die Entwürfe und Modelle anzuschauen, wie und zu welchen Kosten namhafte Architekturbüros das neue „Herz der Stadt“ interpretieren und ein modernes Kultur- und Bildungszentrum gestalten würden. Die Besucherinnen und Besucher können sich auf ein abwechslungsreiches Begleitprogramm freuen, das von den zukünftigen Akteuren des neuen Kultur- und Bildungszentrums gestaltet wird.
Über den Wettbewerb
Um den besten Architekturentwurf auszuwählen, wurde ein architektonischer und freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb initiiert, bei dem sich 25 Teams aus Architektinnen und Landschaftsplanerinnen beteiligen konnten. Die Fachpreisjury, bestehend aus neutralen Fachplanerinnen mit Wettbewerbsexpertise, und die Sachpreisjury, gebildet aus Mandatsträgerinnen der Neu-Isenburger Politik, werden am 26. und 27. August 2024 die Siegerentwürfe auswählen und die Preisgelder vergeben.
Das neue Herz der Stadt
Das geplante Kultur- und Bildungszentrum soll ein „Dritter Ort“ werden – ein zentraler Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger aber auch Besucherinnen und Besucher der Metropolregion Rhein-Main. Ziel ist es, die Hugenottenhalle und die Stadtbibliothek gemeinsam mit der zu integrierenden Volkshochschule zu einem kulturellen „Foyer und Wohnzimmer“ der Stadt zu entwickeln und dadurch die Attraktivität Neu-Isenburgs weiter zu steigern. Bürgermeister Gene Hagelstein: „Die geplante Sanierung und Erweiterung unseres Kulturkomplexes ist ein bedeutender Schritt für Neu-Isenburg. Mit der Neugestaltung schaffen wir einen modernen und einladenden Raum, der als kultureller und sozialer Mittelpunkt unserer Stadt fungieren wird. Ich freue mich darauf, die kreativen Entwürfe zu sehen und mit unseren Bürgerinnen und Bürgern die Zukunft von Neu-Isenburgs kulturellem Zentrum zu gestalten.“
Stadt Neu-Isenburg
Gelände der Hugenottenhalle wird nicht verkauft
Es gibt keine Grundlage für die aktuellen Spekulationen