Beauftragte für das Radverkehrskonzept
Yvonne Lammersdorf
E-Mail: yvonne.lammersdorfstadt-neu-isenburgde
Informationen für Radfahrende
Radverkehrsplanung
Die Stadt Neu-Isenburg hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 ihren Radverkehrsanteil von derzeit ca. 10-15 % auf bis zu 25 % zu erhöhen. Um das zu erreichen, wurde im April 2015 ein RadverkehrskonzeptPDF-Datei9,94 MB als Grundlage der Radverkehrsplanung erstellt und von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Bereits seit 2010 kümmert sich die „AG Radverkehr“, ein Gremium bestehend aus Vertretern der Verwaltung, der Radfahr- und Umweltverbände sowie der Bürgerschaft, um die Belange des Radverkehrs und die Umsetzung des Radverkehrskonzepts. Davon wurden bereits einige kurz- und mittelfristigen Maßnahmen umgesetzt, beispielsweise die Einrichtung von Schutzstreifen in einigen Straßen. Der Maßnahmenkatalog aus dem Radverkehrskonzept dient als Grundlage für die Arbeit der Radverkehrsplanung. Diese muss jedoch im Zuge neuer Entwicklungen in der Stadt- und Verkehrsplanung ebenfalls auf aktuelle Anforderungen eingehen und Prioritäten entsprechend anpassen.
Als eines der Gründungsmitglieder der AG Nahmobilität in Hessen (Öffnet in einem neuen Tab) beschäftigt sich die Stadt Neu-Isenburg zunehmend mit den Themen der Nahmobilität, insbesondere Radverkehr und ÖPNV, aber auch Barrierefreiheit und Fußverkehr. Gerade im Rahmen großer Stadtentwicklungsprojekte spielen die Fragen der Mobilität/Nahmobiltät eine immer größere Rolle, die durch eine intensive Zusammenarbeit von Stadt- und Verkehrsplanung abgearbeitet werden.
Weitere Informationen:
Radwegeprojekte des Landes Hessen
Auf der Gemarkung Neu-Isenburg verlaufen mehrere Bundes- und Landesstraßen, entlang derer Radwege entstehen sollen (s. Abb.). Die hierfür zuständige Straßenbaubehörde Hessen Mobil erarbeitet derzeit in enger Abstimmung mit der Stadt Neu-Isenburg Planungen für die L3262, die B44, die B459, die L3117 und die L3313, wobei der erste Bauabschnitt der L3117 aktuell bereits im Bau ist. Für die L3313 wurde eine Vereinbarung getroffen, dass die Stadt Neu-Isenburg die Planung übernimmt, während der Bau dann wieder von Hessen Mobil durchgeführt wird.
Kontakt:
Fachbereich Stadtentwicklung und Bauberatung
Hugenottenallee 53
63263 Neu-Isenburg
Angaben zur Erreichbarkeit
Haltestelle: Rathaus, Haus Dr. Bäck
Bus-Linie: 51
Fahrradstraße Nord/Süd
Radverbindung West/Ost
Nachdem 2023 die Fahrradstraße in Nord/Süd Richtung in der Ludwig-/Luisenstraße eingerichtet wurde, wird nun untersucht, wie eine durchgängige Radverbindung in West/Ost Richtung aussehen könnte. Ziel ist es dabei den Bahnhof und die Wohngebiete im Westen über den Alten Ort mit den Stadtvierteln im Osten, den dortigen Schulen und dem Birkengewann zu verbinden. Auf dieser Strecke soll sicheres und komfortables Radfahren möglich sein. Die Stadtverordneten haben beschlossen die ersten Planungsideen den Anwohnenden vorzustellen und ihnen Gelegenheit zu geben, sich darüber zu informieren und mitzudenken. Aufgrund der Länge der Strecke wurden drei Abschnitte gebildet, die an drei aufeinanderfolgenden Tagen von 25. bis 27. Juni 2024 vor Ort besichtigt werden konnten. Ein Infostand diente als Treffpunkt und zum Austausch mit dem Planungsbüro und der Stadtplanung.
Informationen zur Veranstaltung:
Pressemitteilung vom 03.07.2024 (Öffnet in einem neuen Tab)
Pressemitteilung vom 19.06.2024 (Öffnet in einem neuen Tab)
Planungsideen West/Ost VerbindungPDF-Datei34,92 MB
Auf Grundlage der Ergebnisse der Anwohnendenbeteiligung und der Evaluierung der Fahrradstraße Nord/Süd wird dann über die weiteren Planungsschritte entschieden.
Rad-Schnellverbindungen
Rad-Schnellverbindungen sind vornehmlich für Berufspendler gedacht. Die Merkmale sind: eine mehr oder minder direkte Wegführung ohne Umwege möglichst separat vom Auto- oder Fußgängerverkehr, wenige „Hindernisse“ mit nur geringen Wartezeiten wie beispielsweise Ampeln, eine glatte Fahrbahnoberfläche, um hohe Fahrgeschwindigkeiten über weite Strecken zu ermöglichen, sowie bis zu vier Meter breite Fahrbahnen. Die Trassen sind sowohl für „normale“ Räder als auch für Pedelecs zugelassen.
FRM1 (Darmstadt - Frankfurt)
Zwischen Darmstadt und Frankfurt ist der Bau einer 30 Kilometer langen Rad-Schnellverbindung geplant, die von Darmstadt über Erzhausen, Egelsbach, Langen, Dreieich und Neu-Isenburg nach Frankfurt führen soll.
Im Bereich zwischen Neu-Isenburg und Langen wurde die geplante Route 2024 nochmal geändert und verläuft nun aus dem Stadtwald Frankfurt kommend am Bahnhofsgebäude vorbei Richtung Süden, bis zur L3117. Über eine Rampe wird der Radverkehr auf die Brücke geführt, um die Bahntrasse zu queren, was durch eine Neuaufteilung des Fahrbahnquerschnitts möglich wird. Westlich der Bahngleise führt die Route in einer Schleife entlang der Straße und dem vorhandenen Weg unter der Brücke hindurch nach Süden. Von dort wird die Strecke entlang der Bahntrasse über Dreieich bis nach Langen geführt, wo sie wieder auf die Ostseite wechselt.
Die Umsetzung des Projekts wird seit 2016 von der Regionalparkgesellschaft als Vorhabenträgerin betreut.
FRM9 (Seligenstadt - Flughafen Frankfurt)
Auch in Ost-West-Richtung ist zwischen Seligenstadt und Flughafen Frankfurt ein Radschnellweg in Planung. Eine Machbarkeitsstudie wurde hierzu vom Regionalverband Frankfurt RheinMain gemeinsam mit den Kommunen Seligenstadt, Dietzenbach, Dreieich, Neu-Isenburg und Frankfurt erstellt. Der genaue Routenverlauf wird im Zuge der nächsten Planungsschritte festgelegt, die ebenfalls vom Regionalverband betreut werden.
Im Bereich von Neu-Isenburg kreuzen sich beide Radschnellwege im Bereich des Brückenbauwerks der L3117. Die dort vorgesehene Radverkehrsführung dient beiden Projekten zur Querung der Bahntrasse, wovon Synergieeffekte ausgehen, die beiden Projekten zugutekommen.
Bike Offenbach
Förderung im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Klimaschutz durch Radfahren“
Im Rahmen des Offenbacher Projektes „BIKE Offenbach“ wurden Radwegeverbindungen zwischen den beiden Nachbarstädten ausgebaut. Hierzu wurden die Anschlüsse der Fahrradachsen 1 und 2 an das Isenburger Radwegenetz im Bereich des Knotenpunkts Gravenbruchring/Sprendlinger Landstraße und in Gravenbruch untersucht. Für den Ausbau der Fahrradachse 2 zwischen Offenbach und dem Stadtteil Gravenbruch, der 2021/22 erfolgte, hat die Stadt Fördermittel vom Land Hessen erhalten
Im Rahmen des Projektes der Stadt Offenbach wurden bestehende Wege für den Radverkehr verbreitert, sicherer und schneller gemacht. Außerdem wurden Knotenpunkte ausgebaut und Lücken zu bestehenden Radwegen geschlossen, um Anbindungen an die Nachbarkommunen - u.a. an Neu-Isenburg - zu erreichen und das Radverkehrsnetz zu vervollständigen. Das Projekt hat darüber hinaus den Anstoß dafür gegeben, dass die Radverkehrsführung zwischen Neu-Isenburg und Offenbach ausgebaut wurde und nun entlang der Sprendlinger Landstraße (L3313) in Richtung Süden verlängert werden soll. Damit wird eine durchgängige Radverbindung zwischen Offenbach, Neu-Isenburg und Dreieich, sowie im weiteren Verlauf an den Radschnellweg FRM1 geschaffen.
Mit diesem interkommunalen Projekt ist die Reduzierung des Motorisierten Verkehrs und somit ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz verbunden.
Förderkennzeichen: 03KBR0055B
Laufzeit des Projekts: 01.06.2018 bis 28.02.2022
Fördermittelgeber
Radstation: Sammelschließanlage am Bahnhof
Mit der Sammelschließanlage wurden die Abstellmöglichkeiten am Neu-Isenburger Bahnhof für Fahrräder und E-Bikes um 24 Plätze erweitert. Finanziell und organisatorisch unterstützt wurde sie durch das Kooperationsprojekt Bike+Ride-Offensive der Deutschen Bahn Station&Service AG (DB) und des Bundesumweltministeriums (BMUKN) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Ziel der Bike+Ride-Offensive ist es, die Bahnhöfe für den Umstieg vom Auto aufs Fahrrad in Kombination mit der Bahn attraktiver zu machen.
Die Stellplätze der Sammelschließanlage lassen sich über das Buchungsportal (Öffnet in einem neuen Tab) bzw. mobil über die Android- und IOS-fähige App „Rad-Safe“ reservieren. Voraussetzung ist eine einmalige Registrierung auf dem Buchungsportal. Man erhält nach der Buchung einen Code zur Öffnung des jeweiligen Tores und wird per E-Mail nach Ablauf der Parkzeit erinnert. Eine Verlängerung der Parkdauer ist möglich.
Aus Sicherheitsgründen sollte das Fahrrad oder E-Bike zusätzlich angeschlossen werden.
Die Anlage bietet:
* einen trockenen und sauberen Abstellplatz,
* einen erhöhten Diebstahlschutz gegenüber einem frei zugänglichen Abstellplatz,
* mehr Schutz vor Vandalismus,
* eine sichere Nutzung durch den beleuchteten Innenraum. Der Zugang zur Anlage ist nur mit einem Code möglich.
Einfache Online-Registrierung über ein elektronisches Zugangs- und Buchungssystem unter www.rad-safe.de (Öffnet in einem neuen Tab).
Die Stellplätze können tage-, wochen- und monatsweise sowie halbjährlich oder für ein ganzes Jahr gebucht werden.
Kosten:
1 Tag: 1 Euro
1 Woche: 5 Euro
1 Monat: 15 Euro
6 Monate: 65 Euro
1 Jahr: 100 Euro
Abschließbare Einzel-Fahrradboxen
Aktuell (Stand: 10/2024) sind zwei Gitterboxen an der Ostseite des Bahnhofs frei.
Alle anderen Fahrradboxen vermietet.
Die Stadt vermietet 28 Fahrradboxen am S-Bahnhof (östlich und westlich) sowie 14 Fahrradboxen an der Straßenbahn-Endhaltestelle (südlich der Isenburger Schneise).
Wer Interesse ein einer Fahrradbox hat, kann beim Bürgeramt in der Schulgasse 1, (Tel. 06102 241-100), je nach Verfügbarkeit, eine Box mieten oder sich auf eine Warteliste setzen lassen. Die Kosten betragen 5 Euro pro Monat und sind halbjährlich im Voraus zu entrichten. Die schriftliche Kündigung hat bis zum 15.ten eines Monats zu erfolgen. Weiterhin sind 100 Euro Kaution zu hinterlegen.











